Überschwemmung 1965 in Oberdrauburg
2. September 1965

Am 2.9.1965 kam es durch die starken und anhaltenden Regenfälle der letzten Tage zunächst zur Überflutung der Plöckenpaßstraße zwischen Brücke und Bahnübersetzung. Die Drau floss damals an jener Stelle, an welcher sich heute der Wirtschaftsweg und Parkplätze befinden. Um 07.30 Uhr dieses Tages wurde bereits Hochwasseralarm gegeben. Kaum eine Stunde später brachen die Wassermassen auch in den Markt herein. Um 15.05 Uhr wurde die Draubrücke weggerissen und der damalige Bürgermeister Josef Rohracher rief den Notstand aus. Gegen 18.00 Uhr traf eine Pioniereinheit des Bundesheeres mit Schlauchbooten ein und begann mit der Evakuierung der Bevölkerung. Am 3.9.1965 wurde auch ein Versorgungsdienst mit Hubschraubern des Bundesheeres eingerichtet. Die Talsohle westlich Oberdrauburg in Richtung Nikolsdorf / Osttirol war ein riesiger See. Am 4. und 5.9.1965 klang das Hochwasser wieder ab und zurück blieb eine riesige Menge Schlamm. Der Straßenverkehr musste über die westliche Eisenbahnbrücke umgeleitet werden und diese Maßnahme war insofern möglich als der Eisenbahnverkehr bis 1.10.1965 eingestellt war. Die Schadenssumme belief sich auf ca. 20 Millionen Schilling.
 
 

Quelle: Auszug aus der Chronik des Gendarmeriepostens Oberdrauburg Bild: zur Verfügung gestellt von Familie Hans NIEDERMÜLLER - Oberdrauburg

 

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