| Mein neuer Beitrag, widmet sich einem immer
wichtiger werdenden Thema in der Zahnheilkunde, da der Wunsch nach
ästhetischen Amalgamalternativen stark im Trend liegt.Die Amalgamdiskussion
der letzten Jahre führte daher zu einer stetigen Weiterentwicklung
im Bereich der quecksilberfreien, zahnfarbenen Kompositfüllungen.
Diese werden schon seit langer Zeit im Frontzahnbereich mit Erfolg
eingesetzt. Für den Seitenzahnbereich waren diese Materialien nur
bedingt einzusetzen, weil das Material der Kaubelastung auf Dauer
nicht standhielt. Ich selbst war bisher sehr zurückhaltend, wenn es
darum ging, grosse Defekte mit einer weissen Füllung zu versorgen.
Mittlerweile
wurden diese Kunststoffe durch neue Inhaltsstoffe angereichert,
was die Stabilität enorm verbesserte und einen Einsatz im Seitenzahnbereich
zulässt, was durch einige neue Langzeitstudien belegt wird.
Was ist eine Kunststofffüllung??
Der Begriff per se ist etwas irreführend,
weil nur etwa ein Drittel dieses Materials aus Kunststoff besteht,
der Grossteil besteht jedoch aus Glas- und Quarzteilchen, die die
Stabilität bewirken. Der Kunststoff liegt dabei in gelöster Form vor,
erst durch eine Lichtquelle kommt es zu einer Verbindung und damit
Aushärtung.
Wie wird eine Kunststofffüllung hergestellt??
Zur Vorbereitung
muss das „Loch“ im Zahn mit einer ungefährlichen Säure angeätzt
werden, damit es zu einer perfekten Verbindung kommen kann, denn
die wichtigste Verbesserung stellt der Verbund zwischen Zahn und
Füllung dar. Kompositfüllungen werden, im Gegensatz zu Amalgam,
geklebt (Adhäsivtechnik), was bei richtiger Verarbeitung zu einem
spaltfreien Übergang von Zahn zu Kunststoff führt. Ein grosses Problem
war bis jetzt immer die Schrumpfung beim Aushärten. Dies wird vor
allem durch schichtweises Einbringen des Komposits in den Defekt
(Mehrschichttechnik) und oftmaligem Aushärten mit einer speziellen
Lampe vermieden. Zum Abschluss wird noch die Bisshöhe kontrolliert
und die Oberfläche glatt poliert.
Unterschied zu Amalgam??
Der
grosse Vorteil des Amalgams ist wohl seine einfachere Verarbeitung
und seine grosse Widerstandsfähigkeit gegenüber den Kaukräften.
Ausserdem hat sich dieses Füllungsmaterial seit vielen Generationen
bewährt. Demgegenüber steht die nicht endende Diskussion über den
Inhaltsstoff Quecksilber, sowie die nicht gerade „berauschende“
Ästhetik.
Kunststofffüllungen
haben jedoch den Vorteil, dass sie zahnfarben sind, d.h. die Füllung
kann an die natürliche Farbe des Zahnes angepasst werden. Ausserdem
muss bei einer weissen Füllung nicht soviel Zahnsubstanz geopfert
werden. Mittlerweile sind aber auch die Probleme mit der Kaustabilität
so gut wie gelöst, sodass sie fast überall eingesetzt werden können,
jedoch muss das immer von Fall zu Fall entschieden werden. Immer
verwende ich Kunststoff jedoch bei ausgedehnten Zahnhalsdefekten.
Zahnhalsfüllung
Aufwand und Kosten??
 HaltbareKunststofffüllungen
sind eine aufwändige Behandlungsmethode mit einem hohen Zeit- und
Materialaufwand (ca. 3-facher Zeitaufwand im Vergleich zu Amalgam).
Diese Therapie wird von der Krankenkasse nur im Frontzahnbereich (Eckzähne
und Schneidezähne) zur Gänze übernommen. Im Seitenzahnbereich wird
nur ein Teil der Kosten von der Krankenkasse refundiert.
Falls Sie zu diesem Thema
Fragen haben, bitte ich Sie, diese einfach persönlich, per Mail
oder Telefon an mich zu richten.
Mit freundlichen Grüssen.
Dr. Christoph Reichhold
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